Was ist Westernreiten?

Zum Westernreiten benöigt man ein ausgeglichenes, ruhiges Pferd, wobei nicht die Rasse entscheidend ist, sondern die Mitarbeit und der Einsatzwillen des Pferdes. Wie sagt der Freizeitreiter so schön, auf Papieren kann man nicht reiten.

Der Westernreiter möchte ein Pferd das problemlos im Umgang, geländesicher und verlässlich ist. Doch dazu gehört auch die entsprechende Haltung nach der Arbeit, z. B. Offenstall und Auslauf in der Gruppe. Dadurch werden auch die sozialen Aspekte des Pferdes gewahrt.

Zum Westernreiten wird nicht nur einen Sattel mit Horn benötigt, sondern auch die Kenntnis über Haltung, Erziehung an der Hand und eine solide reiterliche Ausbildung. Auch wenn manche Englischreiter das anders sehen. Sie möchten zwei Dinge vergleichen, die man nicht vergleichen kann.

Der Westernreiter gibt seine Hilfe nur ein Mal, und verhält sich dann passiv. Bis er etwas anderes möchte. Für das Pferd ist es wie eine Belohnung für sein Verhalten. Sobald es das macht was der Reiter möchte, wird es in Ruhe gelassen. Es wird den Hilfen prompt folgen. Somit erhält das Westernpferd sehr viel Freiheit am langen Zügel.

Der Reiter sitzt ausbalanciert und tief im Sattel, damit er den Bewegungen des Pferdes gut folgen kann, ohne ihm in den Rücken zu fallen, z. B. beim Stolpern oder Stocken. Die Zügel werden so gehalten, dass Kontakt zum Pferdemaul besteht, sie aber trotzdem leicht durchhängen.

Ansprechpartner fürs Westernreiten sind die Verbände für Westernreiten :

EWU (Erste Westernreiter Union), WRR ( Westernreiter-Rheinland), und die Westernpferde-Verbände : DQHA, PHCG, oder Fachzeitschriften : Western-Horse, Quarter-Horse usw…..

 

Die Turnierdisziplinen:

 

Trail:

 

Ist eine Prüfung die sehr gerne als Einsteiger-Diziplin genommen wird. Da sie dem Pferdealltag am ähnlichsten ist, auch für Freizeitreiter geeignet. Sie besteht aus sechs verschiedenen Hindernissen die bewältigt werden müssen. Die Hindernisse werden aus den Regelbüchern der veranstaltenden Verbände entnommen. Es wird der Gehorsam und das Einschätzungsvermögen des Pferdes bewertet. Mögliche Hindernisse sind Brücke, Tor, Wippe oder Wasser usw. Die Gangart wird zwischen den Hindernissen vorgeschrieben.

 

Western Pleasure:

Hier geht es darum ein Pferd am losen Zügel in allen drei Grundgangarten vorzustellen. Das Pferd soll flott im Schritt, und im Jog (Trab) undLope (Galopp) langsam gehen. Bei dieser Prüfung sind alle Teilnehmer gleichzeitig in der Bahn. Es wird nach Ansage auf dem Hufschlag geritten. Beim Überholen soll das Pferd nicht mit dem schnelleren mitziehen. Das Pleasure-Pferd nimmt alle Hilfen weich an, und hat das Genick auf Widerristhöhe. Es soll gut ausbalanciert und leichtfüssig gehen.

 

Western Horsemannship:

Die Horsemannship ist die einzige Prüfung beim Westernreiten bei der der Reiter bewertet wird. Sie besteht aus 2 Prüfungsteilen. Jeder Reiter muss eine kleine Aufgabe reiten und danach noch wie in der Pleasure alle drei Grundgangarten zeigen. Es wird wieder nur der Reiter nicht das Pferd bewertet.

 

Reining:

Die Reining beinhaltet alle Manöver die ein Ranchpferd bei der Arbeit am Rind benötigt – Stops, Spins, schnelle Zirkel, Roll Backs und Runs.

Bei allem Tempo soll auch hier das Pferd kontrolliert und mit leichtem Zügelkontakt vorgestellt werden. Jeder Unwille wird mit Punktabzug bestraft.